Samstag, Januar 12, 2013

A link to the past - und los geht's

Vor langer Zeit haben sieben Weise einen Zugang in ein anderes Land versiegelt. Dieser Zugang wurde von vielen Helden betreten aber keiner kam wieder raus. Bis irgendwann böse Kreaturen herausstolperten. Da begannen die sieben Weisen zu versiegeln was der Tacker hergab. Das ist aber, natürlich, schon so lange her, dass sich heute kaum noch einer daran erinnern kann. Bis neulich als plötzlich der böse Zauberer Agahnim auftauchte, mitteilte das er plane das Siegel zu brechen und für diesen Zweck sieben Mädchen entführte und 6 von ihnen schreckliches antat, da es sich bei diesen sieben Mädchen um direkte Nachfahrinnen der ursprünglichen sieben Siegelweisen handelt. Soviel zur Vorgeschichte von Zelda - a link to the past.

Ich liege im Bett, es ist dunkel. Eine Stimme hallt durch meinen Schädel. "Hubi, du musst mich retten. Ich werde im Verlies der Burg festgehalten. Der böse Zauberer Agahnim hat mich und 6 andere Mädchen entführt. Den anderen 6 hat er bereits schreckliches angetan. Du bist der einzige der mich retten kann. Ach ja, ich bin die Zelda und ich kenne da einen Geheimweg in die Burg, du musst da an der Mauer langlaufen! Rettet mich, lo-hos!" Mit einem Sprung bin ich aus dem Bett, mitten im Raum steht ein Mann (Wer ist das?) mit mächtigem Oberlippenbart, Schwert und Schild und der mich auffordert nicht das Haus zu verlassen, dann aber selbst geht. Ich sehe mich im Raum um ein paar Tonkrüge und eine Kiste. Ich nehme eine Lampe aus der Kiste, diese wird es mir in Zukunft ermöglichen Fackeln anzuzünden.

Danach trete ich aus dem Haus. "Mist, es regnet!" denke ich und stapfe durch das tropfnasse Gras. Ich gehe ein paar Schritte um das Haus. Dann ist sie wieder in meinem Kopf, diese Stimme: "Hubi, rette mich. Los, hopp, zur Burg!" Ich laufe los über die Brücke nördlich meines Hauses und siehe da, dort ist direkt eine Burg. Der wachhabende Ritter am Tor weist mich darauf hin, dass ich um diese Uhrzeit nichts draussen zu suchen habe. Ich scheine also recht jung zu sein. Es gibt nun zwei Möglichkeiten, rechts oder links herum. Und da ich rechts als Option immer ausschliesse, wende ich mich nach links und laufe um die Burg und suche nach dem erwähnten Geheimgang. Aber nichts. Nur ein paar weitere Wachen die sich, auf Grund meiner Körpergröße, dazu hinreissen lassen mir zu empfehlen nach Hause zu gehen. Ich gehe aber nicht nach Hause sondern auf der anderen Seite noch mal um die Burg, weil von da wo ich jetzt herkomme, ist das ja nicht mehr rechts!

Und siehe da, in einem Gebüsch finde ich ein Loch im Boden. Ich stürze hinunter, wahrscheinlich weil die Kanten auf Grund des Regens rutschig sind. Mein Sturz wird unsanft von einem flachen Wasserbecken abgefangen. Ausser meinem Stolz ist nichts verletzt. Ich sehe mich um. Scheinbar habe ich es in das Verlies der Burg geschafft. Es führt nur ein Gang aus dem Raum, welche Wahl habe ich also? Ein paar Schritte den Gang runter ist da plötzlich wieder dieser Mann mit dem dicken Oberlippenbart (Mario?) er röchelt, scheint geschafft. Schwer lehnt er sich gegen die Wand. " Es tut mir leid Hubi, ich wollte dich hier nicht reinziehen aber du bist die letzte Hoffnung für die Prinzessin!" Er drückt mir sein Schwert und seinen Schild in die Hände und verendet. In meiner Verwirrung ob der Situation, reisse ich, in einer Ausweichhandlung, das Schwert gen Himmel als der Mann sein Leben aushaucht.

Wer war der Mann?

Verwirrt und benommen stolpere ich durch die Gänge des Verlieses, immer wieder werde ich von den Wache angegriffen, ich schaffe es mit Ach und Krach mich meiner Haut zu erwehren. In einer Kiste finde ich eine Karte der Burg, in einer anderen einen Bumerang...Naja, wer weiß wofür der gut ist. Einen Moment später stellt sich heraus das es eine ganz nette Fernwaffe für kurze Distanzen ist und meine Gegner für einen Moment betäubt.

Irgendwann stoplere ich in einen Zellenblock und werde sofort von einem dick gepanzerten Typen mit riesigem Morgenstern angegriffen. es entbrennt ein Kampf auf Leben und Tod, heftig und gnadenlos geführt. Nach zig Bumerang- und Schwertattacken verpufft der grimme Zeitgenosse und ich kann endlich Zelda aus ihrer Zelle befreien. Mission accomplished?
Das Inventar von Zelda, klar und aufgeräumt, lässt es keine Wünsche offen...

Freitag, Januar 11, 2013

A link to the past

Hiermit fing es an (Ja, das Bild da links). Ich habe beim Aufräumen festgestellt das ich Besitzer einer SNES bin. Ein Super Nintendo Entertainment System, das war mein feuchter Traum einer Spielkonsole als ich 16 oder 17 war. Dieses Gerät hat mich zu einem Konsolero gemacht. Während meine Freunde noch versuchten auf ihren 386 oder 486 Spiele unter DOS zu starten und dabei zum Teil fast den Verstand verloren, habe ich einfach ein Modul in den Schacht gerammt und den On-Schalter von Süden nach Norden geschoben und gespielt. Als erstes Spiel kam mir, natürlich, 'Zelda - a Link to the past'
in den Sinn. Wochenlang habe ich daran gearbeitet, es war damals das perfekte Spiel. Wir haben uns mit unserem Konsolen bei einem Kumpel getroffen, der hatte aus irgendeinem Grund drei riesengrosse Glotzen und wir haben uns gegenseitig gezeigt wo man die begehrten Herzteile findet. Mit dem Internet war es ja 91/92 noch nicht soweit her. Dann fielen mir einige andere Spiele ein die ich sehr geliebt habe: F-Zero und Rock'n Roll Racing, zum Beispiel. Voller Sehnsucht bestellte ich mir Zelda und F-Zero. Letzteres ist bis heute nicht angekommen. Zelda lag schon Anfang der Woche im Briefkasten. Doch zu früh gefreut, natürlich funktionierte das Modul nicht! Bevor ich das sicher wusste gab es aber noch eine Hürde zu überwinden. Wie schliesse ich eine zwanzig Jahre alte Konsole an einen modernen Smart-TV an? Wird das gehen? Nach einigen Suchläufen unter den analogen Kabelkanälen fand ich dann den richtigen Kanal. Mit einem anderen Modul überprüfte ich die Funktionsfähigkeit des Gerätes und stellte dann fest, dass Zelda nicht wollte. Also slamte ich das Modul zurück in den Karton und schickte es Retour. Leider war ich so blöd mich am Freitag nach Feierabend in die Post zu begeben. Vor mir 17 Menschen und fünf Schalter von denen nur drei besetzt waren und einer der drei nur für Postbankkunden. Der machte dann zum Glück auch zu. Ich wartete geschlagene 20 Minuten, dick eingepackt weil vor der Post ja minus 5° waren. Im Gebäude der Post sind es allerdings gemütliche 22° und binnen kurzer Zeit schwamm ich im eigenen Saft. Was meiner Laune immer sehr zuträglich ist. Der Hitze geschuldet bewegten sich die Servicemitarbeiter der Post auch nur soviel wie nötig und ließen keinerlei Hektik aufkommen. Im Endeffekt zahlte ich noch 2,40€ für die Retour und hielt meinen Mittelfinger in die Überwachungskamera bevor ich diesen Scheissverein wieder hinter mir ließ. In einem kleinen Laden in Tempelhof hatte ich kurz vor dem Postbesuch ein anderes Modul von Zelda erstanden. Dort dürfte ich miterleben wie ein etwa 20 Jahre alter, junger Mann versuchte zwei Videospiele an den Laden zu verkaufen und diesem der Hals platzte als ihm der Clerk nur 10 Euro für beide Spiele anbot (Max Payne 3 und irgendwas anderes, allein Max Payne dürfte mehr wert sein, whatever). Es kam zu einem kurzen, leider nur verbalen, Schlagabtausch und der junge Mann warf seine Spiele wieder in seine Lidltüte und verschwand wutschnaubend. In meinem Kopf war nun ein Plan gewachsen. Ich werde Zelda - a Link to the past noch einmal spielen. Ein Rückspiel nach 20 Jahren. Wieviel ist noch da vom Zauber, wieviel meiner Erinnerung ist tatsächlich Tatsache? Was gibt die Story heute noch her? Klar ist, ich habe seit diesem Zeldateil kein anderes mehr durchgespielt. Und das, weil ich mich immer zärtlich daran erinnerte wieviel Freude mir dieser, für mich erste, Teil mir gemacht hat. Alle weiteren Teile stanken dagegen. Nun gehe ich es an. Ich werde regelmäßig aus Hyrule berichten.