Freitag, März 04, 2011

Prioritäten


Was bestimmt unsere Prioritäten? Was heisst das Wort eigentlich auf deutsch? Prior ist Latein und bedeutet der Vorrang, wenn man Wikipedia glauben schenken kann. Würde also heissen Priorität heisst Vorrangigkeit. In meinem Fall geht es um die Priorität von gewissen Bedürfnissen. Welches ist wichtiger und nimmt einen höheren Stellenwert in meiner Vorrangigkeitsliste ein und welches steht eher weiter unten auf dem Zettel? Meine Prioritäten sind also direkt zusammenhängend mit meinen körperlichen, mentalen und moralischen Bedürfnissen. Also eigentlich sind sie ein und das selbe in aufsteigender oder absteigender Dringlichkeit, je nach Situation. Die Aufforderung meine Prioritäten zu ändern entspricht also der Aufforderung meine Bedürfnisse neu zu bewerten. Ich soll also einfach so tun als wäre mir etwas nicht mehr so wichtig (zwischenmenschlicher Kontakt)und dafür einen anderen Inhalt an diese Stelle treten lassen (keine Ahnung was)?
Das ist in meinen Augen einfach nicht drin. Ich habe dieses Bedürfnis doch weil mir was fehlt. Ich soll so tun als ob es nicht so wäre? Und das soll mein Problem lösen? Das hört sich für mich wie eine sehr elaborierte Vogel Strauss Taktik an!
Kann mir das bitte jemand erklären?
Diese Frage führt mich zu nächsten Frage meinerseits. Ich bin der Meinung das man einen Ratschlg den man gibt durchaus konkretisieren sollte, wenn der Beratene sein Unverständnis äussert. Das ist für mich von höchster Priorität. Das ist für mich selbstverständlich. Ich möchte doch verstanden werden. Und der Beratene erfährt doch auch durch meinen Willen sich mit seiner Situation zu beschäftigen eine gewisse Bestätigung, die jenseits schnöder Platitüden liegt. Oft ist doch schon das Reden über eine Situation eine grosse Hilfe. Ich verstehe nicht wie jemand behaupten kann ein Ratschlag sei nur eine Beihilfe und bräuchte keine Konkretisierung. Schade Anonym, ich finde jeden Kommentarschreiber hier interessant und dein Rückzug wird eine riesige Lücke reissen, denn soviele Leute kommentieren hier nicht. Ich habe leider keinen abschliessenden Rat für dich.

Wach.

Ich fühle mich wie aus einem Traum geweckt. Es war kein schöner Traum, aber ich war sicher da drinnen. Jetzt bin ich geweckt worden. Ich hatte einige schöne Momente seit dem Erwachen doch mittlerweile beginnt auch der Wachzustand Alltagsabnutzungen zu zeigen. Mir ist langweilig. Ich arbeite 7 Stunden täglich und freue mich danach nicht auf den Feierabend. Früher habe ich mich gefreut nach Hause zu kommen und mich vor den Rechner zu pflanzen und zu spielen. Das gibt mir nichts mehr. Filme gucken ist auch nicht so prickelnd, kaum einer kann mich fesseln. Und für's Lesen fehlt mir die Konzentration. Manchmal setz ich mich nach der Arbeit ins Cafe um nicht nach Hause zu müssen. Zu Hause ist nicht mehr nur das sichere Refugium sondern leider auch ein Platz am Ende der Welt wo man keinen Kontakt zu Menschen hat. Zu Hause ist Einsamkeit. Die Zeit zieht sich. Ich bin verlockt mich wieder schlafen zu legen. Aber noch wehre ich mich gegen diesen Akt der Vergeblichkeit. Ich habe das Gefühl durchsichtig zu werden.
Ich geh schlafen, wach sein ist nichts für mich. Wofür auch?