Samstag, Oktober 21, 2006

Ich bin anonym. Ich auch.

Liebe Kommentatoren,
da ich momentan keinen Überblick mehr habe wieviele Leute nun eigentlich hier schreiben, da scheinbar einige von euch die Anonymität schätzen, möchte ich eine Regel einführen. In Zukunft werde ich nur noch auf Kommentare eingehen die nicht anonym sind. Was nicht heissen soll, daß ihr euch nun outen müßt wenn ihr hier weiter kommentieren möchtet. Ich erwarte das ihr euch wenigsten einen imaginären Namen gebt, damit ich unterscheiden kann was von wem kommt.

Willst du antwort, schreibst du Namen!

Donnerstag, Oktober 19, 2006

Ein Platz an der Sonne

Es war ein guter Tag für Hubi gewesen. Er setzte sich in seinen Sonnenstuhl aus Selbstmitleid und holte die Flasche Zynismusfilter 3000 (aus echten Krokodilstränen)hervor und begann sich dick damit einzucremen.

Auf die Nase setzte er sich das neueste Model der Sarkasmusschutzbrillen die für normale Menschen zu haben sind. Diese Brillen sind auch mit einem Ignoranzfilter ausgestattet und lassen sich in beliebigen Situationen auf undurchsichtig schalten, so daß der Träger nicht gezwungen ist irgendetwas über sich selbst und seine Umwelt zu erfahren.

Dann sank er mit einem Seufzen in den Sonnenstuhl zurück und sonnte sich, nun gut geschützt, in der negativen Aufmerksamkeit von der man so leicht Emokrebs kriegen konnte wenn man sich nicht ordentlich vor ihr schützte.

Wie er so da lag und nachdachte musste er an J, denken und entschied sich sich bei ihr zu melden, denn im fiel einfach niemand ein mit dem er sich fürstlicher über die geschenkte negative Aufmerksamkeit amüsieren konnte. Und plötzlich musste er an einen alten Mann denken den er mal gekannt hatte. Ein Maler der seinen Pinsel nicht unter Kontrolle hatte. Was
hatte der Mann für ein Unheil angerichtet, ständig dachte er nur was das beste für seinen Pinsel sei und malte damit auf den Leinwänden der anderen herum die darüber nicht glücklich waren. Hubi fühlte sich plötzlich wie in einem der wenigen Bilder dieses Malers gefangen. Er erinnerte sich dunkel das er mal sehr gut mit dem Maler befreundet gewesen war, aber das schien wie in einem anderen Leben gewesen zu sein. Er fragte sich wie es dem Maler wohl mittlerweile ergangen war und überlegte was sich in seinem eigenen Leben alles verändert hatte. Doch er schob den Gedanken schnell zur Seite, denn wenn das Bild in dem er sich befand von eben jenem Maler gemalt war, dann hatte dieser sich nicht, kaum merklich oder nur zum Schlechten verändert.

Hubi bedauerte das und schlief lächelnd ein

Mittwoch, Oktober 18, 2006

ganz grosses Kino

von unbekannt:

J, die Distanz und Kälte , ist genau der Abstand den er zu sich selbst wählt um nicht in das Herz der Finsternis zu müssen. Spar Dir dein Blut, den dein Leiden ist nichts weiter als ein kurzes Aufflackern auf der Planetenoberfläche während er selbstvergessen in seinem Raumschiff, konstruiert aus Selbsthass und intelektuellem Heititei, sitzt.
Letzten Endes ist negative Aufmerksamkeit . . . Aufmerksamkeit

1. Die Kritik ist völlig ok. Sicherlich brauch man keinen Doktor in Psychologie um das zu bemerken was du da geschrieben hast, aber es ist schön das auch du zu diesem Schluss gekommen bist. Auch mir selbst ist das nicht unbekannt, nur würde ich es anders formulieren, siehe Emotionshitler u.s.w.

2. Die Tatsache das du jemand anderem vom Umgang mit mir abrätst finde ich echt krass. Ich weiss ja nicht ob ich dich kenne und ob ich dir was getan habe. Aber selbst wenn dem so ist, geht es ganz schön weit jemand anderem zu empfehlen mich zu meiden. Ich bin sehr wohl in der Lage zu differenzieren. Dieses Verhalten ist hinterhältig und ich verachte so etwas zutiefst.

3. Das nächste Mal würde ich mir wünschen das du dich traust deinen Namen unter einen solchen Kommentar zu setzen, wertet es den Inhalt doch erheblich auf, wenn ich weiss das die kritisierende Person mir auch Nahe steht und ernsthaft in der Lage ist solche Aussagen zu machen. So ist deine Kritik zwar zutreffend aber leider von keinerlei emotionalem Wert für mich, denn sie bleibt oberflächlich wie ein Horoskop wenn sie von einer fremden Person gegeben wurde.

4. Ich möchte dir für deinen Kommentar danken, denn.......letzten Endes ist negative Aufmerksamkeit . . . Aufmerksamkeit.

Sonntag, Oktober 15, 2006

leer

Ich weiss nicht ob leer das richtige wort ist, wahrscheinlich ist der zustand auch gar nicht mit einem wort zu beschreiben. Fast alles was ich tue erscheint mir leer und nutzlos. Das soll nicht heissen das ich freudlos bin. Wenn ich freunde besuche dann macht mir das freude, wenn ich mit koko rumfabuliere oder tatsächlich mal ernsthafte diskutiere, ja das passiert tatsächlich hin und wieder, das macht mir freude. Wenn ich einen guten film sehe bin ich glücklich. Doch alles in allem fühle ich mich wie ein gefangener auf freigang. Ich weiss das ich am ende des vergnügens wieder in meine zelle zurück muss.

Auf mein leben übertragen heisst das, daß ich am ende des vergnügens wieder alleine bin, oder mir meines alleine seins wieder bewusst werde.

Ich nenne diesen zustand den ‚after-party-blues’. Früher war dieses gefühl an gesellschaftliche events wie eben parties und gigs gebunden, es setzte ein wenn ich nach dem jeweiligen event alleine nach hause musste, also immer. Mittlerweile habe ich dieses gefühl andauernd, ich bin dauernd allein und mir darüber bewusst. Und zu allem überfluss wenden sich in dieser phase auch noch menschen von mir ab, was sicherlich auch an mir liegt.

Es ist schon seit jahren so, das ich in einer menge von menschen, freunden und bekannten, stehen kann und ich mich allein fühle. Besonders deutlich spüre ich das nach einer Larpsession, einem gig oder einer party. Wobei sich parties und gigs bei mir ja nicht sonderlich unterscheiden, ich musiziere zu beiden gelegenheiten. Das musizieren auf parties ist zu einer angenehmen angewohnheit für mich und mein umfeld geworden, wenn man die alternativen betrachtet. Ich will damit nicht behaupten das es so furchtbar angenehm sei mir beim singen und gitarre spielen zu lauschen, ich meine etwas anderes. Ich meine ein liebgewordenes rollenverhalten. Ich gehe nicht gerne auf menschen zu, wir sind unberechenbar und heimtückisch und sobald alkohol ins spiel kommt kann das nur noch unangenehmer werden. Also verstecke ich mich hinter meiner gitarre, ich bin zwar dabei aber irgendwie nicht mittendrin. Ich spiele bis mir die finger so doll weh tun das ich nicht mehr weiterspielen kann.

Zu der zeit als ich noch alkohol trank habe ich diese blockadehaltung noch mit alkohol verstärkt und gesoffen wie ein loch, kaum eine party auf der ich nicht gesoffen habe bis es mir wieder hochkam. Ich sitze also in meiner ecke und spiele gitarre, die leute die es hören wollen bleiben, die die es nicht ertragen gehen. Ich bin sozusagen in einem kontrollierten umfeld. Für mein umfeld hat es die angenehme folge, das sie sich nicht mit mir beschäftigen müssen und meine beissende, pissige art nicht ertragen müssen, die besonders zum vorschein kommt wenn ich mich mit leuten unterhalten muss die ich nicht leiden kann oder die mir scheinheilig erscheinen. Am schlimmsten wird diese art von glücklichen menschen und attraktiven frauen getriggert. Da ist es meist wirklich besser das ich die fresse halte und ein lied singe. Dieses versuche ich dann aber der jeweiligen situation anzupassen. Ich bin sozusagen interaktiv.

Wieso attraktive frauen? Oft habe ich den eindruck das viele, die mehrzahl der attraktiven frauen, sich nicht mehr intellektuell bewegen, sie ruhen sich auf ihrem hübschen körper aus. Auf ihrem vollen Haar, den perfekten Zähnen, der reinen Haut und den tollen Kurven. Doch redest du mal ein paar sätze mit ihnen dann steht da nur noch ein leere, hübsche hülle vor dir.

Ich will mir hier nichts vormachen, das ist natürlich nur ein Grund von vielen. Ein viel wichtigerer grund ist, daß attraktive frauen mich an das erinnern was ich nicht haben kann. Sie! Und frei nach dem motto :“ mach kaputt was dich kaputt macht!“ fahre ich vollen vernichtungsmodus und schlage verbal um mich. Kommt mir bloß nicht zu nah, grrrhhh.

Kranke scheisse. Ich bin mir bewusst über diese unart, ich kenne sie, ich mag sie nicht und ich würde mich wirklich gerne ändern, aber ich kann es nicht. Warum? Weil von weibern noch nie etwas gutes gekommen ist, zumindest nicht zu mir. Ich bin verbittert und neidisch, ich hasse jeden für sein zwischenmenschliches glück, das mir andauernd vorbehalten wird. Egal auf welcher ebene mann mit frauen zu tun hat, mittel- bis langfristig kann mann nicht mit frauen klarkommen. Habe ich eine frauenneurose?!

Aber ich schweife ab, mein leben erscheint mir leer und sinnlos. Ich habe keine ziele, ich habe niemanden der mich berührt. Ich bin allein. Ich glaube zu wissen, daß ich sicherlich schon längst etwas dummes getan hätte, wenn es meinen job nicht geben würde. Dort bekomme ich das bißchen anerkennung und glück das man zum überleben braucht. Es ist kaum eine prise, es ist gerade soviel das ich nicht zu grunde gehe. Es kann die leere nicht füllen.

Doch wenn ich mit den kids zusammen bin dann fällt dieses bewusstsein für ein paar stunden von mir ab. Für ein paar stunden lebe ich, für ein paar stunden werde ich gebraucht, für ein paar stunden warte ich nicht darauf das es endlich zu ende ist. Und ich bin wirklich kein workaholic.

Neulich ertappte ich mich bei dem gedanken wie wundervoll es wäre einen unfall zu haben und an dessen folgen aus dem leben zu scheiden. Was für eine kranke scheisse. Ich würde niemals hand an mich legen, damit meine ich eine rasierklinge oder eine tasse domestos. Ich tendiere eher zu einer gewissen leichtfertigkeit. Ich weiss das klingt als würde ich mir weiter oben wiedersprechen, so ist das aber nicht gemeint. Ich bin kein selbstmörder, ich habe nur gehörig die nase von diesem dasein voll. Trotzdem wäre ich erleichtert mal eine weile abzuschalten. Deswegen ist schlafen ja so ein wundervoller segen.

Wenn ihr mich sucht, ich bin auf dem Glockenturm *durchlad*

Donnerstag, Oktober 12, 2006

Status quo ante Koko Mengele

Eigentlich war das alles nur eine ausgeuferte hysterische Geschichte die sich immer weiter in den Himmel bohrte und irgendwann zwischen den Füssen wieder rauskam.

Koko berichtete hin und wieder davon wie sehr er sich doch auf die Schippe genommen fühlt durch die Sache mit dem Küchenschrank.

Ehrlich meinte er das nicht, aber es ergab sich aus solchen Beschwerden immer wieder eine völlig überzogene Version von Dingen die man dagegen tun müßte, weil das ja sonst wohin führen könnte, wenn nun alle ihre Möbel nach jemandem benennen würden. So weit, so gut. Völlig unproblematisch, denn dieser Quatsch blieb unter uns.

Solche chaotisch, kreativen, politisch inkorrekte Momente gibt es häufiger. Erst auf dem Geburtstag von Diana saßen Koko, Miguel, Chris, Ari und ich im Kreis und wir erzählten genau so eine haarsträubende Geschichte. Einer fängt an und kreisrum setzt jeder noch eins drauf und macht das Ganz noch unmöglicher. Wir überzeichneten Klischées und bedienten uns der dümmsten Ideen und hatten dabei einen Riesenspass.

Der Unterschied ist nun, daß ich das mal aufgeschrieben habe. Ich wollte etwas absurdes festhalten, ich wollte etwas lustiges, völlig abgedrehtes Schreiben. Etwas an dem Koko und ich schon tagelang rumgebastelt hatten und das nun ausgearbeitet wurde. Ich war mir von vorne herein darüber im Klaren daß das bei euch nicht unbedingt auf Gegenliebe stossen würde. Aber ihr ward ja auch nur Statisten und nicht die Zielgruppe.

Ich hege keinerlei ernsthafte Abneigungen gegen eure WG und ich habe so etwas auch nicht vor. Das selbe gilt für Koko und Miguelito. Wenn ihr das so auffasst muss ich davon ausgehen das ihr die Sache doch ernster nehmt als sie gemeint war und das ist schade. Ich habe den Text nicht umsonst deutlich als ‚Satire’ gekennzeichnet.

Was meine Projektionen angeht, lieber Max, es ist schon seltsam das ich zu diesem Text mehr Reaktionen bekomme als zu irgendeinem aus den Monaten davor. Und da gab es sogar Texte die mit einer Frage endeten und niemand antwortete. Ich kann eure Aufregung nur vor dem Hintergrund verstehen, das meine anderen Texte erst nach der Koko-Geschichte, oder gar nicht, gelesen wurden. Sicherlich ist das eine Unterstellung und ob ich Recht oder Unrecht habe kann keiner, ausser jeder für sich alleine, abschliessend klären. Mir drängt sich dieser Eindruck leider auf. Und dann hat es leider diesen propagandistischen Beigeschmack.

Ich möchte mich nicht mit euch streiten, ich möchte kein böses Blut und deswegen betone ich es hier noch einmal ganz explizit:“ Es war nie meine Absicht euch als WG oder die Individuen die Teil dieser WG sind anzugreifen oder zu verletzen. Es war ein derber Scherz und sowas ist bestimmt nicht jeden Menschens Sache.“


Also seid mir bitte nicht sauer, ich habe es nicht so heiss gekocht wie ihr es gegessen habt.

Bleibt sportlich mit eurer gerechten Kritik, ich bin nur einer.

Mittwoch, Oktober 11, 2006

the fine art of keeping friends

Krischan deine Frage läßt mich vermuten das du nicht meinen ganzen Blog gelesen hast, sondern dir nur den Teil erschlossen hast der dir propagandistisch empfohlen wurde?! Wäre es anders könntest du dir deine Frage "Hast du 'nen Schaden?", selbst beantworten.
Und Tami dich möchte ich fragen: " Was bist du dann?"

Ich gebe zu das die Koko-Texte extrem anders sind und sicherlch auch grenzwertig, besonders der aktuellste. Ich habe einige Tage mit mir gehadert ob ich den Text veröffentliche und habe mich dann dafür entschieden, weil ich hoffte das auch ihr vllt an der einen oder anderen Stelle schmunzeln müßt. Davon abgesehen ist das ja auch nur ein kleiner Teil meiner Arbeiten hier und sicherlich nicht stellvertretend für alle anderen zu betrachten. Ich würde mir also wünschen, daß bevor ich das nächste Mal gefragt werde ob ich einen Schaden habe, der Frager alle meine Texte liest um sich ein runderes Bild zu schaffen um dann eventuell von solchen Fragen absehen zu können.

Ich freue mich über jeden Kommentar, ein jeder Leser sollte sich verpflichtet fühlen mir einen Kommentar zu hinterlassen, wenn ihn irgendetwas irgendwie berührt hat.

Dienstag, Oktober 03, 2006

Superterrorist Koko Mengele in Argentinien gefasst.

von H. Hopemann (Achtung Satire)

Der seit 17 Jahren gesuchte Superterrorist Koko Mengele wurde gestern in Buenos Aires festgenommen. Einem Team von Interpol gelang es den Massenmörder in seiner Kinderarztpraxis in einem Vorort der argentinischen Hauptstadt zu stellen. Nach einem mehrstündigen Feuergefecht zwischen dem Terroristen und den Sicherheitsbehörden nahm sich Terrorist Koko das Leben, wobei er laut ausrief: „ Ich will kein Schrank nicht sein, nein. Niemals bekommt ihr mich lebend!“ Erschreckend und bestürzend ist die Tatsache das auf Seite des Terroristen viele seiner Patienten, Kinder zwischen 4 und 12 Jahren, bis in den Tod kämpften. Die Obduktion der Leichen ergab das die Kinder frei von Drogen und anderen bewusstseinsbeeinflussenden Substanzen waren. Offensichtlich hatte Terrorist Mengele die Kinder in den letzten 17 Jahren einer Langzeithypnose unterzogen.

Es bleibt ein bitterer Nachgeschmack, denn die Leben von 323 Kindern wurden vorzeitig beendet. Der argentinische Innenminister hat sofort eine ausführliche Untersuchung der Situation versprochen, weiterhin werden die Eltern von seelsorgerischem Helfen betreut. Die Regierung stellt einen finanzielle Mittel zur Verfügung um die Eltern für die verlorenen Arbeitskräfte zu entschädigen.

Wir erinnern uns: (aus ‚der schwarze Dezember’ von H. Hossovicz, erschienen bei DSW:Print)

Vor 17 Jahren, Weihnachten 2006, erwartet man in der Wohngemeinschaft in der Berliner Kalckreuthstrasse die Weihnachtsgäste. Doch als es klingelt sind es nicht die Gäste, sondern drei Männer, verkleidet als die drei heiligen Könige. In ihren Taschen befindet sich weder Myrrhe, noch Gold, noch Weihrauch. Die drei Männer sind bis aus die Zähne bewaffnet.

Koko Mengele (Melchior), der die Gruppe anführt, erschiesst noch auf der Türschwelle den jungen Akrobaten K., der versucht hatte die drei Männer zu beschwichtigen. Seinen Komplizen, dem adipösen Hossito Hossovicz (verstorben,Balthazar) und dem cholerischen Gonzalez Walter PPK (Caspar), weist er mit unterkühlter Stimme ihre Positionen zu. Hossovicz bekommt die Anweisung die Frauen im Wohnzimmer zusammenzutreiben, Gonzalez Walter PPK bleibt an der Wohnungstür um den Fluchtweg abzuschneiden.

Mengele betritt die Küche und überschüttet den dortigen Schrank namens Konrad mit Brandbeschleuniger und unter höhnischem Gelächter zündet er das Erbstück an. „Wer lacht jetzt? Wer lacht jetzt, he!“ soll Mengele gerufen haben als die Flammen das Möbelstück verschlungen und er um das Feuer herumtanzte. Dabei achtete er peinlich genau darauf das nur dieses Möbelstück verbrannte.

Hossovicz, der zu diesem Zeitpunkt seit wenigen Monaten Vegetarier ist, ist weder körperlich noch geistig auf der Höhe und bricht zusammen als die Graphikdesignerin E. und die Homöopathin T. auf ihn einreden. Er rollt sich vor den beiden jungen Frauen in fötaler Haltung zusammen und ist nicht mehr ansprechbar. Koko verliert daraufhin völlig die Beherrschung, er tritt auf den am bodenliegenden, wehrlosen Mann ein und greift sich die einen Meter lange Kerze die Hossovicz als Waffe diente und erschlägt beide Frauen mit dem Leuchtkörper.

Gonzalez Walter PPK der als Latino dem Tier näher ist als die anderen zwei, wird durch den Geruch des frischen und warmen Blutes zur reissenden Bestie. Er wirft seine Schusswaffen weg, reisst sich die Kleidung vom Leib und jagt, nur mit einer Peniskalebasse (botanisch: Lagenaria) bekleidet, auf allen vieren durch die etwas überladene, aber geschmackvoll eingerichtete Wohnung. Mit dem warmen Blut der grausam ermordeten Frauen legt er sich eine Kriegsbemalung nach Art seiner Vorfahren an. Dann dringt er in das Zimmer der Italienerin L. ein. Sie und ihr Lebensabschnittsbegleiter, der Niederländer M., verlieren durch Gonzalez Walter PPK ihr Leben, als dieser ihnen mit nackten Händen die Herzen aus der Brust reisst und sie seinem Gott Huitzilopochtli als Opfergabe darbringt.

Mengele hat zu diesem Zeitpunkt die beiden Hippies M. und K. im Wohnzimmer überwältig. Mit vorgehaltener Deserteagle (5.0) hält er die beiden jungen Männer in Schach. „Du kannst gehen K.. Ich zähle bis 20!“ K. der völlig überrumpelt wird von dieser Wendung, dreht sich um und rennt zur Wohnungstür, während Koko anfängt zu zählen. „ Eins...Zwanzig!“ Die Schüsse treffen K. in den Rücken und in den Kopf. Er war tot bevor er die Türschwelle erreichte. Er hinterließ Frau und Kind. „ Zu langsam“, Koko zuckt mit den Schultern und grinst M. an. „Na gut du darfst wirklich gehen. Eins, zwei...“ M. sieht Koko mit fassungslosem Blick an und sucht sein Heil in der Flucht während Koko hinter ihm in die Decke schiesst und ihm zuruft, daß einer ja schließlich die Geschichte erzählen müsse.

M. hetzt die Treppen hinunter und findet im Hausflur die Leichen der erwarteten Weihnachtsgäste. Der Pole C. mit seine Freundin A., liegen tot neben der Graphikdesignerin D., die eine dreijährige Tochter hinterlässt. Neben der toten Juristin D. liegt der schwerverstümmelte Körper des langjährigen Freundes Koko Mengeles, der Schauspieler A.

Der schwerverletzte Lehrer J. wird von M. aus dem Haus geschleppt, der ihm damit wahrscheinlich das Leben gerettet hat.

Das Blutbad in der Berliner Kalckreuthstrasse ging unter dem Begriff ‚der schwarze Dezember’ in die traurige Geschichte menschlicher Abgründe ein. Die von M. alarmierte Polizei findet ein Blutbad vor. Von Koko Mengele und Gonzalez Walter PPK fehlen jede Spur. Hossovicz wird festgenommen und einer psychatrischen Anstalt übergeben. Die schnellgebildete Soko ‚Kalcki’ bleibt ergebnislos bei ihren Ermittlungen. Die Soko kapituliert vor den Erschwernissen der Ermittlungen, denn offenbar fliegen Mengele die Sympathien des einfachen Mannes zu. In der Bevölkerung wird er breit gedeckt und unterstützt. Bald nach den grausamen Ereignissen erstarkt auch der deutsche Terrorismus wieder. Das RAF Kommando Koko Mengele versucht den inhaftierten Hossovicz aus seinem Hochsicherheitstrakt freizusprengen und tötet dabei 2 Wachmänner der Berliner Justizbehörden. Hossovicz stellt sich nach dem Tod der beiden Wachmänner als Kronzeuge zur Verfügung, er gibt öffentlich bekannt das er sich von Mengele und Gonzalez Walter PPK distanziert, diese beiden sind fehlgeleitet und hätten Gottes gerechten Pfad verlassen.

Er erhält Hafterleichterung und legt ein volles Geständnis ab, womit er besonders Koko Mengele schwer belastet. Er berichtet wie dieser ihn Tag um Tag mit sportlichen Übungen gequält hätte. Das Mengele ihn immer verachtet hätte wegen seiner Adipositas. Er habe nur bei dieser verrückten Sache, die er für einen Spass hielt, mitgemacht um Koko Mengele zu gefallen. Weiterhin wird durch Hossovicz Aussagen klar wie Koko seine Komplizen manipulierte. Er drohte Gonzalez Walter PPK des öfteren mit seinen Beziehungen zur Ausländerpolizei. Gonzalez Walter PPK der sich zu diesem Zeitpunkt illegal in Deutschland aufhielt war gezwungen sich Kokos Willen zu unterwerfen.

Hossovicz und Gonzalez Walter PPK sind heute Pseudonyme für Menschen deren schwacher Wille von einem gnadenlosen, vermeintlichen Freund ausgenutzt wird. Mengele, ein Student der Soziologie wusste genau wie er die beiden zu manipulieren hatte, damit sie nach seiner Pfeife tanzten.

Zwei Männer aus bildungsfernem Umfeld, der eine ein Schuhputzer aus Venezuela der illegal in Deutschland lebte, der andere ein Tütenkleber aus Neukölln. Man kann nicht sagen welches Schicksal das schlimmere ist. Aussagen wie: „ Du bist ja völlig Hosso!“ oder :“ Geht’s dir noch ganz Walter, Alter!?“ sind auf diese beiden Männer zurückzuführen.

Hossovicz nutzt die langen Jahre der Haft um seine Bildungsdefizite auszugleichen. Er lernt Lesen, Schreiben und die Grundrechenarten. Als er nach 10 Jahren aus der Haft entlassen wird, ist er ein anderer Mann. Er schliesst sich der Glaubengemeinschaft seiner Vorfahren an und wird chassidischer Rabbiner. Er öffnet den Kibbuz Kalcki in Berlin-Schöneberg. Rabbi Hossovicz starb im letzten Jahr an den Folgen eines Wettfastens um die Frage wer der frommste Rabbi sei. Auf dem Sterbebett verzieh er Koko Mengele und betete dafür das dieser sich wieder in Gottes Schoss begeben würde.

Der Tod von Koko Mengele gibt den internationalen Strafverfolgungsbehörden ihr Gesicht wieder. Koko Mengele war ein Verbrecher und auch wenn einige wenige Verirrte ihn nun zum Märtyrer stilisieren wollen, bleibt das ein Fakt.

Wir befinden uns immer noch im Krieg mit Eurasien, wir haben uns nie im Krieg mit Ostasien befunden.