Donnerstag, September 28, 2006

Koko sagt:

Heute hat sich Koko bei mir ausgeheult, er redete stundenlang auf mich ein, das die "verkackten überkrassen Nazis" der Kalcki einen Schrank, und es ist kein hübscher, nach ihm benannt haben. Weiterhin haßt er alle Mitglieder dieser Wg und beabsichtigt in deren Küche ein Kz zu eröffnen um eben jene Mitglieder dort zu disziplinieren. Mir selbst wurde der Posten des ersten Kämpfers und Propandaministers angeboten, welchen ich, natürlich, abgelehnt habe. Ich sachte noch: " Koko nimm das nich' so ernst" aber er schrie nur Parolen und sabberte dabei sein Umfeld klatschnass. Die Gonzalez Walter PPK hat sich dazu ausgeschwiegen und verzichtete auch auf ihren berühmt berüchtigten Ententanz und ihre Donald Duck Performance.

Unter uns, ich kann mir nicht vorstellen das es einen Schrank gibt, der auch nur annähernd so, ähm sagen wir böse, ist wie Koko. Ist es nicht nur der Geltungsdrang der Kalckis, der sie versuchen läßt etwas so einzigartiges, gott sei dank, wie Koko auch bei sich entstehen zu lassen?

Koko gibt sich alle Mühe menschliche Umgangsformen zu simulieren. Gerne höre ich ihm zu wenn er in seinem Zimmer vor seinem Lerncomputer sitzt und menschliche Sprache lernt. Mit dem Mikrofon im Mund simuliert er die Laute die aus den Boxen klingen. uh?

Oder wenn er spät in der Nacht, oder besser früh am Morgen, heimkommt und sturzbetrunken ist. Dann ist er immer so liebesbedürftig und tot unglücklich wenn ich ihn in sein Bett schicken muss.

Und was war das für ein Freudentag als er endlich aufrecht gehen konnte. Nein. Der Koko ist was ganz besonderes und wir würden jederzeit wieder ein Kind aus Guatemala adoptieren. Die Gonzalez Walter PPK und ich wir sind liebende Eltern und unser Koko hat es nicht verdient von der Kalcki dermaßen herablassend behandelt zu werden.
Auch gehandicapte Mitglieder der menschlichen Rasse haben ein Recht menschenähnlich behandelt zu werden, dieses Recht fordern wir für unseren Koko ein. Hört auf ihn wie ein Möbelstück, und kein schönes, zu behandeln. Koko ist soviel mehr als das.

Er kann die Luft anhalten bis er rot wird, er kann Blubberbläschen machen in der Badewanne. Ja sein glockenhelles Lachen solltet ihr hören wenn die Bläschen zerploppen. Er rechnet sicher im Zahlenraum bis drei und ist äusserst tierlieb. Wenn mir eine Streichholzschachtel runterfällt weiss er sofort wieviel Hölzer dort auf dem Boden liegen und seine Lieblingslektüre ist das Telefonbuch von Bergisch-Gladbach.
Koko ist ein wundervolles Kind und meine Frau Gonzalez Walter PPK und ich wünschen uns kein anderes, sicher wäre es schön, wenn er stubenrein wäre, aber unsere Liebe erlaubt es uns darüber hinweg zu sehen.

LASST KOKO ENDLICH IN FRIEDEN IHR KALCKIS!!!!

Dienstag, September 26, 2006

was bleibt

Was für ein Abend. Seit Stunden habe ich mich mit meiner Schwester gestritten. Alle Facetten menschlicher Ausdruckskraft wurden zum Einsatz gebracht. Man nenne mich völlig vergletschert, aber trotz Tränen und Geschrei bin ich kaum in der Lage meiner Schwester das zu geben was sie gerne von mir hätte. Was auch immer das genau ist.

Doch für mich fühlt es sich so an als erwarte sie von mir das ich grundlegende Dinge, die für mich ganz selbstverständlich sind, laut ausspreche. Doch dagegen wehre ich mich, ich kann das nicht. Es ist mir zuwider solche Dinge zu sagen, vor allem weil sie mich dann verpflichten. Ich will mich nicht verpflichten lassen. Ich will da sein dürfen, ich will sie sehen wenn ich Lust habe, ich will mitten in der Nacht angerufen werden weil es einen Notfall gibt. Versteht mich nicht falsch, ich wünsche mir keinen Notfall und inshallah wird das auch nicht passieren.

Ich wünsche mir ein Teil der Familie zu sein. Doch sie sagt ganz oder gar nicht.

Nun hat sie mich abgeschossen, hat gesagt das sie mich eine Zeit nicht sehen will. Und damit meint sie sicherlich nicht ein paar Tage bis die Wut verflogen ist. Als ob das irgendetwas besser machen würde.

Ich habe mit etwa 14 das Elternhaus verlassen, bin vor meiner Mutter in ein Kinderheim geflohen. Meine Schwester zog etwa ein Jahr später aus, sie zog zu ihrem Vater und kam vom Regen in die Scheisse. Im Endeffekt landete sie dann auch in der staatlichen Erziehungsgeschichte. Ich traf sie nach meinem Auszug erst über 10 Jahre später wieder, ich hatte nie versucht den Kontakt zu ihr zu etablieren, da ich durch die Indoktrination unserer Mutter einen Hass auf den Vater meiner Schwester hatte und sie dafür verachtete das sie zum Feind unserer Mutter gezogen war. Jetzt weiss ich über die Zusammenhänge besser Bescheid und kann nicht sagen das sich meine Meinung über ihren Vater grundlegend verbessert hätte.

Als ich sie traf war sie ein völlig fremde Person für mich, sie hatte ihre erste Tochter damals noch recht frisch, naja zumindest waren Windeln noch im Spiel. Sie war noch mit dem Vater der Kinder zusammen. Das zweite Kind kam etwa ein Jahr nachdem wir wieder miteinander den Kontakt etabliert hatten, ich erfuhr davon in einer Telefonzelle an der Ostseestrasse. Sie war ganz kleinlaut als sie mir davon erzählte, wusste wohl nicht was ich dazu sagen würde.

Heute gehen beide Mädchen zur Schule. Die Grosse hat sich zum Geburtstag eine Gitarre gewünscht und ich habe vor kurzem damit angefangen ihr die ersten Kenntnisse zu vermitteln. Sie ist sehr lernbegierig und eifrig und fasst das theoretische Wissen schnell auf.

Die Kleine ist das Trüffelschwein, wenn sie Ü-Eier aussucht, kann man bei zwei von drei Fällen davon ausgehen das sie eine coole Figur aus der jeweiligen Serie erwischt. Sie will Popstar werden.

Unser Streit, also ich der Initialstreit für diese Katastrophe fand vor einigen, ich denke zwei oder drei, Monaten statt. Ich weiss nicht mehr wie es genau war, ich glaube mich zu erinnern, daß ich das Gefühl gehabt hatte das sie meine Loyalität zur Familie und besonders unserer Mutter anzweifeln würde und sie mir vorwarf ich sei unaufrichtig. Das ist für mich nicht leicht sowas zu hören, wer hört sowas schon gerne. Ich ging ziemlich an die Decke und als ich sie am nächsten Tag sah, hatte ich die Hoffnung das klären zu können. Leider nahm meine Schwester ihre Kinder mit zu einem gemeinsamen Krankenhausbesuch unserer Mutter und ich bekam keine Gelegenheit mit ihr zu sprechen. Außerdem empfand ich die Anwesenheit der Kinder als Schutzschild für meine Schwester. Sie benutze sie als menschliche Schutzschilde gegen meinen Zorn. Ich würde niemals behaupten das sie das bewusst tun würde, dafür liebt sie die beiden viel zu sehr, aber in diesem Moment habe ich es leider so gedeutet.

Ich bin richtig ausgerastet.

Ich habe mich völlig vergessen.

Ich habe sie vor unserer Mutter und in Hörreichweite der Kids derbst angegriffen und beleidigt, ich habe Dinge zu ihr gesagt für die ich mich heute zutiefst schäme, die ich aber nicht ungesagt machen kann. Ich kann nicht mal sagen ich war besoffen, nein, ich war einfach nur stinkend wütend und verletzt.

Danach haben wir uns, auf Wunsch unserer Mutter, wieder zusammengerauft. Mir war zu dem Zeitpunkt nicht klar was ich ihr angetan hatte. Und erst heute bekomme ich langsam einen Eindruck wie sehr ich ihr weh getan habe. Ich habe ihr meine hässlichste Seite gezeigt, habe die Scheissmaske runtergenommen und sie ins Antlitz meiner kranken Seele blicken lassen.

Und jetzt weiss sie was hinter der Maske liegt. Auch wenn ich sie noch hundert mal umd Entschuldigung bitten würde. Und auch wenn sie mich entschuldigen würde. Ich kann das nie vergessen machen, sie kennt nun das was hinter der Maske aus überlegenem, pseudointellektuellen Gehabe, Sarkasmus und lautem Verlachen von Allem steckt.

Ich habe mich nicht bei ihr entschuldigt, erst als sie mich dazu aufforderte holte ich es nach. Sie empfand das nicht als aufrichtig und wenn sie das so empfindet dann war es wohl so, denn ich selbst kann es nicht ermessen, denn sie ist verletzt. Ich werde die Schuld wohl solange zahlen bis sie sagt es sein nun gut, anders kann das nun einmal nicht aus der Welt geschafft werden.

Nun ja, sie hat mich nun ausgeschlossen, für ihren Geburtstag hat sie mich ausgeladen. Sie hat gesagt sie hofft das ich eine Lektion lerne. Sie sagt sie hofft das ich begreife was ich hatte, wenn ich es nicht mehr habe. Ich habe ihr gesagt das ich diese Lektion nicht brauche, das ich jetzt schon weiss was ich vermissen würde.

Nämlich unsere guten Zeiten, die langen Gespräche über unser Elternhaus, über die Dinge die uns seither zeichnen, die Dinge die nur wir beide teilen. Unsere Freude an den selben Comics aus Nicht Lustig (DUM?). Unser bedingungsloser Zusammenhalt gegen Stress von aussen. Ihre klare, aufbrausende Art gegen Unrecht weltweit, etwas das mir immer wieder Angst macht, weil mir dadurch deutlich wird wie gleichgültig ich der Welt gegenüber stehe und wie abgestumpft ich bin. Es geht doch nur noch um mich und alles dreht sich am besten um meinen eigenen, tiefen Bauchnabel. Seltsam was ich da manchmal drin finde.

Die bedingungslose Liebe die sie ihren Mädchen entgegen bringt, wie sie sich selbst völlig hingibt um die beiden glücklich zu machen. Ich glaube nicht das ich jemals soviel Liebe für irgendjemanden aufbringen kann, nicht mal für mich.


Nun. Egal was kommt und egal was war. Sie ist und bleibt meine Schwester.

Montag, September 11, 2006

Stress nicht!

Wieviel sollte man diffenrenzieren wenn man jemanden kennenlernt? Wie weit kann man differenzieren? Ich meine damit, wie sehr kann ich jemanden differenziert behandeln und dabei versuchen meine Lebenserfahrungen aus dem Spiel zu lassen. Denn eigentlich sind wir doch alle Individuen („Ich nicht!“ ja ja, ich weiss). Eigentlich hat es doch jeder verdient wie ein unbeschriebenes Blatt behandelt zu werden, wenn er jemanden kennenlernt. Und natürlich wünscht sich das auch jeder für sich selbst. Gut, soviel zur Idealvorstellung.

Aber die Realität kann ein harscher Ort sein, besonders wenn es um Idealvorstellungen geht Man kann da nicht wirklich von einem lebensfreundlichen Milieu reden.

Der Fall der meinen Gedanken zu Grunde liegt ist schnell erzählt, meine Lebenserfahrungen (empirische Werte) sagen mir das ich sofort und ohne weiteres Zögern Abstand von einer Frau nehmen soll, denn alle Zeichen deuten auf eine Katastrophe epischen Ausmaßes hin. Ich sollte abhauen bevor mein Logikhitler alle Hoffnung deportiert. Ich sollte sehen das ich alles stehen und liegen lasse und machen das ich aus der Sache rauskomme. Gehen bevor ich dazu nicht mehr in der Lage bin.

Ich bin nicht das erste Mal in dieser Situation, nur diesmal habe ich das Gefühl das es sich tatsächlich um eine bewusste Entscheidung handelt. Als ich jünger war, gestern zum Beispiel oder gar eben noch, ist so etwas einfach passiert und ich fand mich plötzlich im Schlamassel wieder.

Nun diese Entscheidung würde lediglich auf Grund von empirischen Werten fallen, ich würde völlig das Individuum ignorieren. Ich würde logisch handeln. Kann man das so sagen? Ich denke schon.

Auf der anderen Seite muss ich erkennen, daß die einzige wirkliche Konstante bei allen meinen verkackten Frauengeschichten ich selbst bin. Und wenn ich versuche damit logisch umzugehen, auweia. Hmpf, diese Erkenntis bringt mich allerdings beim vorliegenden Problem nicht weiter. Vielleicht beschäftige ich mich ein irgendwann anders damit.

Kommen wir zurück zum Logikhitler und der Deportation meiner Hoffnung. Meine Hoffnung ist ein Einzelkämpfer, ein Partisan mit einem Hang zur Selbstqual, zur Aufgabe des Ichs für eine grössere Sache. Sie läßt sich nicht einfach fangen und deportieren. Sie kämpft bis zum bitteren Ende und stirbt dann dreckig dahin gemordet, einsam und unter größten Qualen. Auch ist sie durch logische Argumente nicht zu beeindrucken, denn das ist nur miese Propaganda des logischen Feindes, der nur wieder und wieder unter Beweis stellen möchte das 1+1=2 ist. Als ob das in so einer Situation wichtig ist, denn bei einer solchen Gleichung ist 1+1 ganz schnell mal 3. Wobei das ja dann eher eine Gleichung mit einer Unbekannten ist. Ich verzettel mich gerade......

Muss mal entwirren.

Donnerstag, September 07, 2006

Klompimente

Ich wurde aufgefordert etwas nettes über J. zu schreiben. Hm, das ist gar nicht so leicht dieser Tage. Schließlich ist das ja fast 'fishing for compliments' zu nennen. Besser wäre sicherlich es 'dynamitefishing for compliments' zu nennen. Und dabei kann sie mit Klompimenten, wie wir es hin und wieder nennen, gar nicht umgehen. Klompimente machen sie immer verlegen, sie weiß dann nicht was sie sagen soll. Ich könnte natürlich so etwas sagen wie:..........

............Als ich sie das erste Mal sah, da tobte sie wie ein Derwisch über die Tanzfläche, auf einem Bein, denn sie hatte sich beim Fussballspielen das, nun nicht tanzende, Bein irgendwie übel gebrochen.

Neben dem fiel mir nur auf, daß die gute über ein äusserst wohlgeformtes verlängertes Rückgrat verfügte. Was erwähnt sein möchte, auch wenn man sich heutzutage leicht den Ruf eines Frauenhassers/feindes/chauvi/macho/mannes einfängt, wenn man über die körperlichen Reize einer Frau spricht.


Wie beschreibe ich sie am besten?

Wäre sie ein Tier, dann wäre sie ein Katze wenn es ihr gut geht. Eine Katze wenn es ihr schlecht geht und zu allen anderen Zeitpunkten ein Faultier.

Wäre sie ein Gemälde, dann wäre sie interessant wie ein Manet, verträumt wie ein Monet und grausam wie ein Dix.

Wäre sie Musik, dann wäre sie AC/DC,wenn sie tanzt. Yann Thiersen wenn sie lacht. Und Bill Withers wenn sie weint.


Wie beschreibe ich jemanden der mich begeistert, der mich immer wieder zum Lachen bringt und auch die leisen Töne beherrscht? Jemanden den ich mit Kopf und Körper attraktiv finde? Jemanden der mich in Atem hält ob er da ist oder nicht?

Wie könnte ich etwas schlechtes über jemanden sagen, der sowohl über mein Glück als auch über mein Unglück verfügt und das jeweilige mit einer Handbewegung auslösen kann?............


Laufe ich nicht Gefahr ein völlig subjektives Bild abzugeben?

Nein, ich kann das nicht verantworten, nichts soll über meine Lippen kommen. Ich kann doch hier nicht einmal lästern und sie das nächste mal loben, was wäre das denn für eine Berichterstattung aus meinem Leben?

Was wäre das für ein Leben?

OHA!