Dienstag, April 11, 2006

Was man so findet.....

Ich bin am letzten wochenende umgezogen. Und wie das nun mal so ist, findet man bei so einer gelegenheit oft dinge die man nicht finden möchte und schätze die man verloren glaubte. Ich möchte eines von jeder art hier präsentieren, was davon unerwünscht und was davon ein schatz ist, bleibt mein geheimnis.

2. März 1994

krankheit und pest waren immer da,

deine freunde starben, wurden langsam rar.

Schwarzes siechen überall,

süßer gestank, langsamer verfall.

Frauen starben in lodernden flammen,

die kirche versucht den teufel zu bannen.

Denunzianten haben die macht,

über deutschland hängt eine tödliche nacht.

Um 1490, deutschland jagt frauen,

die anderen helfen und sich trauen,

ihre meinung laut zu sagen.

Das schlägt der kirche auf den magen.

Ein schiedsgericht wird schnell erdacht,

die frauen werden umgebracht

inquisition und drittes reich,

die deutschen bleiben immer gleich,

sie denunzieren, morden und streiten,

herhalten müssen immer die minderheiten.

1945 deutschland brennt,

denn die welt hat nun erkannt,

dass der tod ein meister aus deutschland ist,

dass der deutsche keine skrupel besitzt,

sich an wehrlosen menschen schändlich zu vergehen.

Wir alle haben nach auschwitz gesehen,

wozu der deutsche fähig ist,

in ihm allein da wohnt das biest

zig milionen fanden den tod,

dem deutschen macht das keine not.

Und was passiert heute, was passiert jetzt?

Häuser werden in brand gesetzt,

menschen sterben den feuertod,

niemand hilft ihnen in ihrer not.

Die mörder werden angejubelt,

sie sind mit kinderblut besudelt.

Die deutschen werden immer meucheln,

da brauchen wir uns nichts vorzuheucheln.

In deutschland hat morden schon lange geschichte,

macht alles fremde schnell zunichte.

Ich denke es ist uns allen bekannt,

der geheuchelte tod kommt aus deutschem land.

Berlin, den 25.07.2001

Liebe E.,

hier bei mir ist es jetzt gerade 1.18h und wie so oft mitten in der nacht, sind meine gedanken bei dir. Es tut weh. Dies wird einer der vielen briefe von denen ich nicht weiß ob ich sie abschicke. Ich habe doch immer noch arge probleme mich emotional von dir zu distanzieren, was zum größten teil an dir liegt. Ja ich weiss, jetzt hast du wieder Schuld. Nein, ehrlich es ist so, wenn du dich mehr von mir distanzieren würdest, würde mich das kaputt machen. Was ich eigentlich sagen will, dein ganzes verhalten lässt mich glauben noch eine chance zu haben. Es ist natürlich nicht dein ganzes verhalten, sondern einige dinge die du so tust, z.b.:

deine langen fixierenden blicke, ich liebe es wenn du mich so ansiehst. Da scheint soviel wärme in deinem blick zu sein. Mich hat noch nie ein frau so angesehen, ohne dass da mehr gewesen wäre.

Unsere stundenlangen telefonate, heute kam meine telefonrechnung, 152DM, die kein enden nehmen und soviel stilles übereinkommen beherbergen. Manchmal ahne ich, dass wir uns besser verstehen würden, wenn wir schweigen würden.

Ich weiss du magst es nicht dich in einer schublade wiederzufinden, das soll es hier auch nicht sein. Ich möchte dir, anhand dieser beispiele, nur meine unglückliche situation verdeutlichen. Im einen moment gibst du mir einen korb und im nächsten moment tust du etwas was ich als total widersprüchlich empfinde

Was für eine sauklaue, ich hoffe du kannst mir folgen.

Ich habe dich jetzt seit 4 tagen werde gehört noch gesehen und langsam fehlst du mir.

Ich hatte gehofft es würde vielleicht nicht so sein, aber ich denke in jedem ruhigen moment zärtlich an dich. Und tief in mir hoffe ich, dass du auch ab und zu an mich denkst. Befürchte aber dass es nicht so ist, da ich für dich nicht die selbe rolle spiele, wie du für mich.

Ich weiss ich unterstelle schon wieder eine ganze menge und rede mich um kopf und kragen. Denn eigentlich kann ich sogar dinge aufzählen die deine körbe belegen. Es ist so verführerisch diesen dingen anderen gründe zu geben.

Du bist äusserst zurückhaltend mit zuneigungsbekundungen, du lässt dich verwöhnen und kraulen, bist selber aber sehr passiv. Ja, soviel dazu.

Mir sind kleinigkeiten aufgefallen. Immer wenn du mich besucht hast, hast du einen rock getragen, oder ein kleid, aber keine hose, die hast du immer an wenn wir uns woanders sehen. Ich denke über so was nach. Hat es eine bedeutung? Nein, doch, ich weiss nicht. Vielleicht war es ein zufall? Nö nicht dreimal hintereinander. Mehr davon?

Na gut. Aber danach darfst du nicht über meine beobachtungen lachen. Als du das letzte mal bei mir warst saß ich zweimal am rechner. Einmal abends und das andere mal am nächsten tag. als ich am abend auf meinem computerstuhl saß, drehte ich mich halb zu dir und du kamst nah zu mir heran und plötzlich standest du über mir, deine hand auf meiner schulter und mein linkes knie für einen moment zwischen deinen knien. Es wäre mir nicht aufgefallen, wenn du nicht plötzlich deine haltung geändert hättest. So als sei dir die situation bewusst geworden. Who can say?

Um zu deinen röcken zurückzukommen. Aus dir wird niemals eine lady werden, wenn du nicht lernst wie man sich in diesem kleidungstück anständig hinsetzt. Ich bin ja nun mal ein gentleman und würde selbst die möglichkeit solcher einblicke nicht nutzen. Du hast mich manchmal ganz schön in verlegenheit gebracht. Wenn ich t. wäre, dann hätte ich ein solche verhalten sicherlich als einladung verstanden. Gott sei dank bin ich wohl erzogen.

Meine emotionen dir gegenüber schlagen halt immer noch hohe wellen. Und dein, für mich, unverständliches verhalten macht mich furchtbar empfindlich gegenüber solcher kleinigkeiten, die für mich übrigens keine kleinigkeiten sind.

Ich versuche dich zu erkennen, dich zu verstehen, verstehen warum du tust was du mit mir tust. Was tust du mit mir? Verfehlen wir uns ganz knapp oder sind da welten? Ich glaube wir gehen nur ganz knapp aneinander vorbei. Was meinst du? Andererseits ist knapp vorbei auch daneben..

Ich befinde mich in der klassischen zwickmühle. Ich liebe es dir nah sein zu dürfen, dir zu lauschen, dich zu riechen, dich zu spüren. Doch diese situation hält in mir die hoffnung wach, dass ich dich doch noch gewinnen kann. Egal was du bisher gesagt hast, denn deine taten sprechen, in meinen augen, eine andere sprache. Und dieser umstand wird mich dir gegenüber immer verletzbar machen. Es ist verteufelt, du verbringst soviel zeit mit mir und doch sagst du mir da sei nichts, und doch muss es dir doch auch gefallen, sonst wärest du doch fort. Hm, du bist fort !

Es will mir einfach nicht in den kopf,

dass es möglich sein soll eine solche nähe aufzubauen, ohne tiefgehendere gefühle als freundschaft.

Auf der anderen seite ist es nur dir möglich mich von dieser hoffnungslosen liebe zu heilen. Allerdings wissen wir beide, dasss danach nichts als leere überbleiben würde. Erst wenn du dich von mir abwendest, werde ich von dir loskommen. Solange das nicht passiert werden wir beide damit leben müssen, dass ich deinem herzen nachstelle. Und solange werden wir glück und freude erleben, die nur ein schwacher schein von dem glück sein werden das uns versagt bleibt. Mir versagt bleibt.

Warum schreibe ich das alles? Es ist als würde ich mit dir reden ohne gleich auf fragen antworten zu müssen (bäh!).

Ausserdem fehlst du mir ein ganz kleines wenig, meine liebe grinsekatze.

Hmmm, meine bettdecke riecht immer noch ein wenig nach dir. Deswegen wache ich immer mit einem lächeln auf. Es war wundervoll dein schlafendes gesicht beobachten zu können. Immer wenn ich wach wurde habe ich dich kurz betrachtet und liebkost. Leider bist du viel zu plötzlich gegangen.

Den clown habe ich fertig, sehr traurig das alles. Denn die art und weise wie böll das buch geschrieben hat, erinnerte mich sehr an dich. Besser die gedanken des clowns.

Ich hoffe ich höre bald etwas von dir und hoffentlich geht es dir prächtig.

Ich knuddel dich ganz doll.

Huba

p.s: nimm den brief nicht allzu ernst.