Montag, Januar 26, 2009

R2- Droide von morgen, Handy von heute

Oh man ist das lange her das ich was geschrieben habe. Klingt komisch aber ich finde die Zeit dafür nicht. Nun haben wir also 2009, ich kann mich noch erinnern wie ich als kleiner Junge, so mit acht oder neun, oft im Bett lag und mir ausgemalt habe wie das wohl sein würde im Jahr 2000. Genaue Vorstellungen davon hatte ich keine doch es war damals ja auch noch ewig lang hin.

Und nun ist das bald zehn Jahre her.

Wie lange kann man sich gegen die Spießigkeit des Erwachsenseins wehren? Ich bilde mir ein das ganz gut zu können, entdecke aber immer wieder Seiten an mir wo ich mich frage ob mein Verhalten nicht etwas verbohrt ist. Sicher man geht auf hippe Parties und gibt sich jung. Man interessiert sich für die Neuerrungen der Technik um nicht den Anschluss zu verlieren, denn das macht ja auch Spass mit den ganzen neuen Gadgets. Und wer will schon als alt und zum alten Eisen gehörend enttarnt werden, nur weil er nicht weiß wie ein Touchpad mit zwei Fingern bedient. Oder schlimmer noch weil er gar nicht weiß was ein Tatschpett ist.

Zugegeben, wenn der kleine Bruder meiner Freundin, er ist 17, von seinen Erwartungen an die nächste Handygeneration erzählt dann wird mir ganz flau. Es muss fetten Speicherplatz haben, einen satten Sound der unterwegs die Stereoanlage ersetzt, online gehen muss das Ding können und über zig Schnittstellen mit Computern und Spielekonsolen kompatibel sein. Es darf nicht kompliziert zu bedienen sein und bitte auch nicht schwer. Wenn ein Flaschenöffner, Korkenzieher, Feuerlöscher, Klappspaten, Kamm, Rückenkratzer und Schuhanzieher mit dran wäre, würde das auch nicht stören. Aber der Hammer ist, in der nächsten Handygeneration soll es dann auch schon eingebaute Beamer im Handy geben. Ja ganz richtig, diese Dinger mit denen man Bilder und Filme an die Wand projeziert. Das ist denn auch wieder die Zeit der externen Akkupacks, im Rucksack auf dem Rücken, sonst kann man sich ja unterwegs keinen vollen Film ansehen, da an der Plakatwand neben der Tankstelle.

Ich hatte ihm an dieser Stelle zur Anschaffung eines Astromechdroiden geraten, äußerst zuverlässig und langlebig. Diese Modelle enthalten alle geforderten Inhalte und sind auch perfekt zur Navigation im All geeignet. Er fand es nicht lustig, was für ein Anachronist.

Ich bin zufrieden mit meiner R2-Einheit

Mittwoch, September 17, 2008

O2 mir das nicht an.

Ich bin stolzer Besitzer eines neuen Handys. Ich sah mich einige Wochen um und entschied mich dann für ein Produkt aus dem Hause Sony-Ericsson mit einem Flatratevertrag von O2. Wer mich näher kennt, weiß, dass ich mich nicht leichtfertig an solche langwierigen Dinge ranwage. Da wollen Tarife und Angebote verglichen werden und alles muss ganz genau abgewogen werden. Zwei Jahre sind schließlich keine kurze Zeit.
Im ersten Moment wehrte ich mich dagegen 25€ Anschlussgebühr zu bezahlen. Wofür sollen die sein? Ich sehe nicht ein, wieso ich einem Verein, dem ich Geld bezahlen soll für eine Dienstleistung, auch noch Geld dafür bezahle, daß ich es bezahle. Ich schob die Entscheidung vor mir her und wie durch einen Zufall erzählte ich Koko von diesem Umstand. Dieser bemerkte nur trocken, dass just dieser Tage eine Aktion bei O2 laufe, bei der man eine solche Grundgebühr nicht bezahlen müsse.
Ich machte schnell Nägel mit Köpfen und legte mir für knapp 14 € eben jenes neue Handy zu und war glücklich ein gutes Schnäppchen gemacht zu haben.
Doch der Teufel lauert im Detail, meine Damen und Herren. Denn schon bald, nachdem das Handy und der Vertrag via Deutsche Post bei mir eingegangen waren, stellte ich mir Fragen die mir die beiliegenden Broschüren nicht beantworten konnten. Auf einem Faltblatt fand ich dann verschiedene Hotlines, einige für umsonst, andere für unverschämte Minutenpreise a 62 cent. Wie sich der geneigte Leser vielleicht denken kann, war eben jene Hotline, die für mein Problem zuständig war, eine der kostspieligeren. Nicht gut sowas. Aber ich bin ja nicht blöd, denke ich mir und rufe einfach dummdreist die Hotline an, die umsonst ist. Und ebenso war auch mein Anruf: umsonst. Denn die Hotlinerin, am anderen Ende des Kabels, bemerkte nur äußerst höflich, dass sie nicht für mich zuständig sei und dass ich die andere, die Onlinehotline anzurufen hätte.
Was soll's, denke ich und rufe die teure Hotline an. Da es um Fragen zu meinem Vertrag geht ist es sicherlich besser die Hotline anzurufen, als in Kauf zu nehmen irgendwelche überzogenen Vertragskosten zu zahlen. Nach drei Mal Tuten geht ein Band ans Telefon und erzählt mir mit freundlicher Frauenstimme, dass ich bei O2 willkommen sei und das dieser Anruf ab dem Signalton 89 cent kosten würde, piep.

62 cent...

89 cent....

62 cent.....

89 cent......!?!

Zeit wird auf einmal sehr kostspielig und ich beisse fast in den Hörer, als das Dudeln der Warteschleife losgeht. Es dudelt nur kurz und dann ist, zum Glück, auch schon ein gelangweilt klingender O2 Mitarbeiter am Rohr. Ich erkläre mein Problem in einem Sprachtempo das Karl Lagerfeld vor Neid kurz verstummt wäre und lege dann sofort auf als ich weiß, dass es sich bei dem seltsamen Eintrag auf meiner Rechnung nur um eine einmalige Promoangelegenheit gehandelt hat.

Soweit so gut.

Es gibt eine Zeit im Monat, da wird die Kohle langsam knapp. Das ist die Zeit im Monat, in der es zu meinem morgendlichen Übungen gehört via Onlinebanking meinen Kontostand zu checken. Heute war ich plötzlich mit knapp 14 € im Minus. Moment mal, werden einige sagen, dieser Wert tauchte doch heute schon mal auf und grübelnd nach oben scrollen.
Und ganz richtig, heute holte sich O2 das Geld für mein Handy. So alleinstehend klingt das gar nicht außergewöhnlich, aber wenn ich mitteile, dass O2 bereits am 5.9. 33€ abgebucht hatte, sieht das etwas anders aus. Ich werde stutzig. Es passt mir nicht, dass die einfach was abbuchen, ohne mir per Mail Bescheid zu sagen. Außerdem passt mir das nicht, dass mein Konto im Minus ist. Sofort schwillt mein Hals an, als ich daran denke, dass ich nun gezwungen bin diese verfluchte Hotline wieder anzurufen.
Durch meinen Zorn wachgerüttelt habe ich nämlich meine alte Rechnung vom 5.9. noch einmal genauer unter die Lupe genommen. Über diese Rechnung hatte mich O2 auch via Email informiert. Beim genauen Ansehen der Rechnung stelle ich fest, daß es dort einen Posten 'Anschlussgebühr' von knapp über zwanzig Euro gibt. Ich bin not amused und greife zum Telefon. Nach kurzem Warten erkläre ich einer desinteressierten O2 Frau eines meiner Probleme, in diesem Fall eben jenes, welches mit O2 und meiner Rechnung zu tun hat. Sie klingt ahnungs- und ratlos und vermittelt mich an die Rechnungsstelle. Ich lausche einem langen Moment dem Dudeln der Rechnungsstellenwarteschleife. Und wenn man an etwas Freude hat, dann vergeht die Zeit ja auch wie im Flug. Die Rechnungsstellenfrau teilt mir mit, dass ich falsch vermittelt worden sei und das ich noch einmal anrufen müsste. Ich knurre sie an, dass das ein teurer Spass sei und frage ob es keinen anderen Weg gebe, einen Rückruf zum Beispiel. Sie sagt einfach nur nein und dass es ihr Leid täte. Dann endet dieses Gespräch. Ich wähle sofort wieder die Hotlinenummer, denn ich bin ja langsam warm gelaufen. Ich werde wieder scheissend freundlich begrüsst. Diesmal frage ich die O2-Frau noch einmal ausdrücklich nach ihrem Namen und teile ihr dann mein Problem mit. Sie tut darauf das, womit ich am wenigstens rechnete, sie sagt und das ist mir jetzt mal wörtliche Rede wert:"Kein Problem Herr H., wir verrechnen den Betrag von 25€ mit der nächsten Rechnung!" Ich stammel nur ein Danke und lege auf. Erst in diesem Moment wird mir klar, dass ich mir eingepullert habe. Offensichtlich hat mich dieser Moment der unerwarteten Glückseligkeit dazu gebracht einfach mal völlig loszulassen.
Doch wie das so ist mit dem einpinkeln, am Anfang ist es schön warm und schon einen Moment später nur noch nass und kalt. Ich sah auf mein Handy, um zu sehen, wieviel Zeit ich tatsächlich an O2 verkauft hatte und ich kam auf knapp 15 Minuten. Von wegen die verrechnen den Betrag mit der nächsten Rechnung, allein durch mein Bedürfnis nach Klarheit haben die, mal eben nebenbei, mit etwas Inkompetenz und Verstrahltheit 15 € verdient.
Da drängelt sich mir doch der Gedanke auf, ob diese Leute nicht mit Absicht mal eben falsch verbinden oder falsche Posten auf der Rechnung auftauchen lassen. Denn jeder Versuch von Seiten des Kunden diese Fehler zu klären läßt O2 noch mehr Geld verdienen. Da lohnt es sich dann auch wieder unterqualifizierte und hirnamputierte Mitarbeiter einzustellen. Frei nach dem Motto:" Fünf Minuten blöd gestellt, ganzen Tag meine Ruhe und die Taschen voll Heu!" Und ich dachte immer sowas gäbe es nur bei der Bundeswehr.

Mittwoch, Juni 11, 2008

DNA-Spuren belegen Koko Mengeles Kontakt zur RAF und seine Verwicklung in den Bubackmord.


Jüngste Analysen der, immernoch nicht völlig geklärten Umstände, einiger RAF-Morde brachte, auf Grund modernster amerikanischer Technik, erstaunliches ans Licht. Die jüngsten Analysen belegen das am Tatort das Haar eine altdeutschen Arschkriechers gefunden wurde. Ebenjene Zobelgattung zu der auch Todesstern, der Schäfehund von Koko Mengele zählt. Damit ist nach über zwanzig Jahren endlich nachhaltig belegt das Mengele eng mit der RAF zusammenarbeitete. Spekulationen des Bundeskriminalamtes gehen in die Richtung das Todesstern wahrscheinlich einen der Wagen gefahren hat.


Neuigkeiten gibt es auch von Hossowicz, dieser wurde im nahen Osten gesehen und soll sich dort militanten Gruppen angeschlossen haben. Dieses Photo haben US-amerikanische Quellen veröffentlicht um die Suche nachdem Topterroristen zu unterstützen.

Dienstag, März 25, 2008

Schwimmen im März

es ist noch recht früh am tage und ich habe schon etwas zu erzählen. ich bin ja recht sportiv, hin und wieder zumindest, und gesterne abend haben wir entschieden heute früh schwimmen zu gehen. da ich um 9.00 uhr arbeiten muss, sollte das also vorher passieren. um sieben sind wir aufgestanden und um kurz nach halb acht standen wir vor einem geschlossenen schwimmbad. wir waren irritiert, ich weiß bei mir scheint das ein dauerzustand zu sein, denn laut öffnungszeiten hätte das bad seit sieben auf sein müssen. nach einem moment der planlosigkeit fanden wir einen aushang mit den osteröffnungszeiten, genauer gesagt der badezeiten zu den osterfeiertagen. seltsamerweise gehört beim BBB der dienstag nach ostern mit zu den feiertagen und an diesem tag öffnen sie erst um 12.00 uhr. danke liebe BBB. ABER DER DIENSTAG GEHÖRT NICHT ZU DEN OSTERFEIERTAGEN!!!!!

unverschämtheit! da rafft man sich auf und dann sowas. zum glück ist das bad nur fünf minuten mit dem rad entfernt sonst wäre ich denen durchs fenster gestiegen. meine rache wird grausam sein. vielleicht pinkel ich denen zur strafe ins becken, oder in die dusche, oder in den kaffee!? mal sehen was sich da anbietet.

Donnerstag, März 13, 2008

Hatschi!!! Entschuldigung.....

Wie ich vor kurzem erfuhr entschuldigt man sich laut des neuesten Knigge neuerdings für sein Niesen. Ich mußte erst etwas Fahrradfahren und darüber nachdenken damit mir deutlich wurde was mich daran stört.

Was für ein krankes Verhältnis zu seinem Körper versucht man den Menschen denn da zu vermitteln? Niesen ist ja nun wirklich nicht zu kontrollieren. Das passiert einfach. Und solange man niemandem ins Gesicht niesst halte ich eine Entschuldigung auch für total unangebracht. Ich kann es verstehen das man sich entschuldigt wenn man rülpst oder pupt, die Gase die dabei entstehen sind meisten nicht so lecker (...ich habe doch gar keine Leberwurst gegessen?!...). Offensichtlich sollen wir zu Menschen erzogen werden die ihren Körper hundertprozentig kontrollieren, scheiss auf die ganzen Nerven auf die wir eigentlich gar keinen Einfluss haben. Man muss sich hohe Ziele stecken um voran zukommen. Das ist doch Bullshit.

Ach ja Fahrradfahren. Dazu habe ich ja wieder viel Gelegenheit jetzt wo die BVG im Streik ist. Bei schönem Wetter bin ich auch wirklich für diesen Arbeitskampf. Aber muss das bei Sturm sein? Außerdem habe ich das Gefühl, daß die Leute die damit bewegt werden sollen gar nicht erreicht werden. Haben die nicht alle Chauffeure und dicke Bonzenschlitten? Was berührt die denn bitte ein Streik der Öffentlichen? Ja klar, ich weiß. Es bleibt natürlich Kohle weg, weil es keinen alltäglichen Fahrscheinkauf mehr gibt. Aber wird das nicht irgendwie dadurch wieder reingeholt, das die ganzen Zeitkartenbesitzer und Abonnementen auf dem Trockenen sitzen und keinen Nutzen von ihren Tickets machen können? Ich finde schon. Ausserdem stehen Busse und Züge ja, sie sollten also beträchtlich weniger Kosten verursachen als im Betrieb.

Und denken wir mal praktisch. Was machen eigentlich all diejenigen die ihr Leben, oder das einer anderen Person, vor der U-Bahn beenden wollten? Die weichen auf den Ring aus. Das ist aber nicht ganz ungefährlich, denn bei dem Dreckwetter ist es auf S-Bahnhöfen echt ungemütlich und man holt sich schnell was weg. Und was ging für ein Schreck durch die Reihen derer als es hiess die S-Bahn würde nun auch bestreikt werden!!! Halb so schlimm, offensichtlich konnte man sich einigen, die Gewerkschaft der Mörder und Selbstmörder im Schienenbetrieb(GMSMSB) hat sich mit der GdL kurzgeschlossen und man fand eine einstweilige Einigung.

Noch was. Es geht das Gerücht das Antibiotika die Wirkung der Pille aufheben. Ich kann euch beruhigen, es stimmt nicht. Es sei denn ihr habt Malaria (ich wollte gerade Mahagoni schreiben), dann bekommt ihr nämlich ein richtig fettes Antibiotika und dann ist auch Schluss mit Empfängnisverhütung. So hat mir das neulich die Frauenärztin meiner Freundin erklärt. Denn nachdem wir uns 5 Tage nicht gesehen haben sind wir ziemlich hungrig übereinander hergefallen.

Nun ja, es gab eine recht nervöse Nacht bevor wir den Arzt anrufen konnten und wir planten spaßenshalber schonmal wie wir dieses 'Kind der Liebe' nennen sollten.

Ach ja, eines noch. Meidet 'Feuchtgebiete'!!! Es handelt sich dabei um einen Roman von Charlotte Roche. Ich bin echt nicht empfindlich was den menschlichen Körper angeht, aber ich ekelte mich quer durch das Buch. Eigentlich habe ich es nur zu Ende gelesen weil ich dafür 15€ bezahlt habe. Es macht mir keinen Spass einer pickelfressenden, spätpubertären Tussi bei ihren Gedanken zu ihrem Arsch und ihrer Pussy zuzuhören. Und ich dachte diese Buch wäre toll, wurde es doch in der NEON gepriesen und behauptet ein 'seriöser' Verlag hätte es abgelehnt weil es zu pornographisch sei. Nee, nee, ohne mich Frau Roche. Wer sich das Buch gerne mal ausleihen möchte weil die Neugier zuschlägt, der kann sich vertrauensvoll an mich wenden.

Soviel von mir.

Samstag, Januar 19, 2008

Angst

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Wie überwindet man die Erkenntnis und den ewigen Gedanken daran, daß alles mal zu Ende geht? Momentan mache ich mir dauernd Sorgen darum das mein Glück bald wieder vorüber sein könnte und habe so hart daran zu kauen das ich mich im Jetzt nicht entspannen kann. Ich bin so verzweifelt ob dieser Denke, daß ich die ganze Zeit nur heulen könnte. Ich will mir keine Gedanken darüber machen, ich will mein Glück geniessen. Ich möchte nichts was da einen Schatten raufwirft. Es stresst mich ja schon wenn im Radio irgendwelche unglücklichen Lovesongs laufen.

Wehe auch nur einer von euch kommt nun mit dem Spruch:“ Huba du musst dich einfach mal entspannen!“ Einfach und Entspannen, diese Worte finden bei mir recht selten den Weg an einen Tisch. Geschweige denn, daß sie dort ein lange Zeit gemeinsam verbringen würden.

Ich bin ein beschissener Skeptiker. Warum kann ich mein Glück nicht einfach annehmen und es in vollen Zügen entspannt geniessen? Ich habe doch alles was ich mir je gewünscht habe. Was läuft nur mit mir falsch?

Solche Gedanken waren schon schwer zu ver- und bearbeiten als ich alleine war, aber nun bin ich das nicht mehr. Und jeder Zweifel betrifft nicht nur mein Leben, sondern auch das Leben und das Glück einer Person die ich liebe. Ich muss unbedingt eine Lösung für diesen ungesunden Weg das Leben wahrzunehmen finden. Ich bin für jeden Rat zu haben. Ich höre mir alles an.

Ich muss verhindern das meine irrationale Angst vor einem vermeintlichen Ende meines Glückes zu einem tatsächlichen Ende führt. Ich muss meine Ängste beherrschen und nicht meine Ängste mich!

Scheisse ich habe Angst.

Mittwoch, Dezember 19, 2007

Jahresrückblick 2007

Witzig so ein Projekt, ich kann mich kaum erinnern was gestern war.


Januar
Anfang des Jahres hatte ich viel Zeit zum Nachdenken denn ich war viel schwimmen. Neben den Erkenntnissen die ich in dieser Zeit über Mitschwimmer erlangt habe, festigte sich auch der Wunsch in mir ein noch besserer Hubi zu werden. Ich dachte darüber nach einigen Leuten mit denen ich mich überworfen hatte zu verzeihen. Rückblickend kann ich nun sagen das ich immerhin mit Juliane wieder rede und wir uns rege austauschen über die Dinge die unsere Welten bewegen. Der Rest der Personen die wegen einer Amnestie in Frage kamen haben leider den hohen Ansprüchen des Vorsitzenden Selbstgerechten nicht entsprochen, oder sind ihm im Laufe der Zeit einfach scheissegal geworden. Unzutreffendes bitte streichen.



Februar
In diesem Monat machte ich den verzweifelten Versuch mal etwas zu schreiben das länger als vier Seiten ist, wie ich jetzt weisst bin ich einstweilig an diesem Vorhaben gescheitert. Wenn die Zeit kommt werde ich die Geschichte von Compa zu Ende bringen.

Die Auseinadersetzung mit meiner Innenseite ging weiter. Ich zeigte mich kritisch an den Menschen um mich herum, ein Fortschritt, denn noch recht kurze Zeit vorher waren mir alle Menschen schlicht einfach egal.

Ausserdem hatte meine Mutter Geburtstag und war stinksauer weil der nicht so gefeiert wurde wie sie sich das vorgestellt hatte. Sie hatte erwartet das meine Schwester und ich bei ihr mit Kaffee und Kuchen einreiten und wir auf Sonnenschein machen. Eine völlig legitime Erwartung nach allem was bei mir in der Familie los war und man weiss das diese Frau in psychiatrischer Behandlung ist. Sie war wirklich sauer. Witzigerweise nicht auf mich sondern auf meine Schwester. Von dieser hatte sie nämlich erwartet das sie sich darum kümmert. Meine Schwester war an dem Tag bei ihr und brachte ihr ein Geschenk und Grüsse, ich habe mich erst am nächsten Tag gemeldet. Sie war nicht auf mich sauer sondern auf meine Schwester, sagte ich das schon? So ist das bei uns in der Familie. Man ist nicht auf den Grund sauer sondern auf den an den man die grössten Erwartungen hatte.


März
Wow, der März war gross. Ich kaufte mir ein Fahrrad und erfuhr die Welt neu. Was habe ich seitdem auf diesem Sattel geschwitzt und gelitten. Ein geiles Teil sage ich euch. Es ist schade das es jetzt am Jahresende so kalt ist das man nicht mehr gemütlich fahren kann. Ich habe aber munkeln hören das die Industrieländer massiv an diesem Umstand arbeiten, schon in ein paar Jahren soll es möglich sein auch im Winter in dünner Jacke unterwegs zu sein. Wer braucht schon Küstenstätte oder Eis auf den Polkappen wenn man ganzjährlich ein angenehmes Klima haben kann. Seitdem ich nicht mehr so fett bin kann ich auch viel besser mit der Hitze im Sommer um.

Gerne denke ich auch an den dicken Jungen den ich in diesem Monat beim Schwimmen traf. Nach wie vor bin ich davon überzeugt ihm einen Gefallen getan zu haben als ich ihm riet sein Gewicht zu reduzieren. Ich drücke ihm ganz feste die Daumen.

Auch im März entschieden wir, Alfe und ich, das wir versuchen wollen Valmint weiterleben zu lassen. Ich hatte Carol kennengelernt und als Sängerin schätzen gelernt. Wir trafen uns ein paar Mal und das ganze verlief dann wieder im Sand.


April
Im April raste die Zeit. Wohl fühlte ich mich nur auf der Arbeit. Obwohl ich privat ein Rollenspielprojekt zu Ende führte das ich in den Monaten davor geplant hatte. Der One-Nighter hiess 'Without any trace' und war verhalten erfolgreich. Die Spieler waren sehr höflich mit ihrer Kritik. Danke an alle die sich getraut haben.


Mai
Der Mai war fett warm, wenn ich mich recht entsinne. Die Pflanzen überschlugen sich damit ihr Erbgut an die Luft abzugeben und waren beim Radfahren echt ätzend. Die ersten Anzeichen der Eitelkeit machten sich bemerkbar. Mit jedem Kilo das ich verlor wurd eich eitler und unzufriedener mit meinem Körper. Ein Zustand den ich mittlerweile im Griff habe. Ich trinke mich wieder schön.

Und dann ist es geschehen, in diesem Monat habe ich meinen World of Warcraft Account gekündigt. Ich hatte die Schnauze voll und wollte nicht länger Zeit auf die sinnloseste aller möglichen Art und Weisen massiv verplempern. Wobei hier die Betonung auf massiv liegt, denn ich sitze ja hin und wieder immer noch ganz gerne vor dem Rechner und daddel ein wenig. Der Schritt von Wow weg war einer der richtig weh tat. So als würde man nach langer Zeit von einem Ort weggehen müssen den man lieb gewonnen hat. Rückblickend fehlt es mir nur ganz selten. Wobei ich in solchen Momenten immer an die nette Interaktion mit den anderen Spielern denke und nicht unbedingt an das Spiel. Das Spiel wurd nur Mittel zum Zweck.


Juni
Ich rede wieder mit Juliane. Habe das vorher einige Monate lang nicht gemacht. Rückblickend eine grosse Geste der menschlichen Wärme meinerseits ihr ein Pardon anzubieten. Ich bin schon toll.

Ehrlich gesagt bin ich froh wieder mit Jule Frühlingsrollen essen zu gehen. Schön zu wissen das es so verkorkste Typen wie mich nicht nur bei den Kerlen gibt.

Den Ringfinger der rechten Hand breche ich mir bei einem Fahrradunfall mit dem Herren des Affenhauses des Berliner Zoos. Angie und Pascha ziehen bei uns ein.


Juli
Ich hatte Urlaub und es war ein toller, heisser Monat. Ich habe mich tättowieren lassen. Bei der Recherche dazu bin ich das erste Mal von einer Frau zu einem Kaffee eingeladen worden, was fühlte ich mich grossartig. Rückblickend ist es nicht schade das es so blöd zu Ende ging. Man sollte nicht das erstbeste mitnehmen nur weil es einem angeboten wird, egal wie verhungert man ist. So wird man nicht glücklich. Man muss darauf hören was das Herz will. Nur dann kann es mit dem Glück klappen. Von diesem Monat an nehme ich mich das erste Mal seit Jahren als vollwertiges Mitglied der menschlichen Rasse war.

Auch im Juli war es als ich meine erste Gruppe zu Ende betreut hatte. Das tat weh und das nicht nur an dem einen professionellen Tag den ich mir zugestanden hatte. Meine neue Gruppe ist ebenso grossartig und etwas ganz neues. Ich bin froh das zu sein wo ich bin.


August
Ich reisse mir selbst das Pflaster Elisa ab. Bei einem Talk in unserer WG-Küche erzählt mir Koko etwas von der er dachte ich würde es wissen. Ich schreibe Elisa daraufhin eine Mail die ich schon in dem Moment bereue wo ich auf abschicken drücke. Sie antwortet unerwartet und es endet eine lange Zeit des Leidens für mich. Sie tritt zurück, sie reiht sich endlich in die Front derer ein die mir weh taten und denen ich nichts als mein Leid zu bieten hatte. Sie verschwindet aus meinem Bewusstsein und mein Kopf wird frei.

Der August war der Arschmonat. Irgendwie hatte ich es geschafft mir den Arsch aufzureissen. Und das nicht bildlich gesprochen sondern tatsächlich. Ich hatte höllische Schmerzen und mußte mich wochenlang krankschreiben lassen. Ich igelt mich und meinen Arsch zu Hause ein und hatte Panik vor jedem Gang zur Toilette. Das demütigendste waren aber wohl die Besuche beim Proktologen. Ich kann nun jede Frau verstehen die es hasst zum Frauenarzt zu gehen und meine lieben Herren, es gibt da nichts zu lachen.

Das zweite Mal in meinem Leben werde ich massiv von einer Frau angeflirtet und wieder ist es eine Lady die meiner oberflächlichen Art nichts attraktives bieten kann. Ich fange an über Gott zu lachen, so wie er wohl auch über mich lacht.


September
Es wird wieder gemordet. Ich leite Killer und Eva zeigt es allen und gewinnt die Runde. Amnestie die 2te. Ich denke darüber nach ob ich Thoka nicht vergeben sollte nun wo ich auch Elisa vergeben habe. Muss dabei aber feststellen das mehr im argen liegt und das auch schon länger als ich dachte. Ich entscheide mich gegen ein Treffen. Nicht zuletzt weil ich ein seltsames Feedback von guten Freunden über diesen Vorschlag bekomme.

Meine Schwester wird 30.

Ende des Monats beginnt ein 'unromantischer und platonischer' Nachrichtenaustausch via StudieVz, der schon bald von grösstem Interesse für mich werde wird .


Oktober
Ein grosser Monat. Ich lerne viel. Ich lernte das man mit manchen Leuten einfach nicht klarkommen kann, egal wie gut man glaubt sie zu kennen, egal wie sehr man sie mag, oder wie oft man mit ihnen im Bett war. Mit manchen Menschen kommt man nur auf Raten klar, wenn überhaupt.

Ein Gefühl sagt mir das ich einer alten Freundin schreiben sollte. Nachdem ich das getan habe meldet diese sich doch tatsächlich bei mir und somit kehrt meine alte, beste Freundin, wie wir neulich feststellten kennen wir uns seit 20 Jahren, in mein Leben zurück und sieht mir meine Jugendsünden nach.

Ende Oktober werden meine Gespräche via StudiVz etwas weniger platonisch und unromantisch und unerwartet durch Dates ersetzt. Ich bin nervös und benehme mich albern.


November
Seitdem Geburtstag von Koko am Anfang des Monats ist nichts mehr wie es war, obwohl das nicht mit seinem DoB zu tun hat, es handelt sich dabei eigentlich nur um eine Koinzidenz. In der Nacht nach seinem B-day lasse ich Chuck Norris in mein Herz. Ich breche mit Teilen meines alten Ichs und erfinde mich neu. In dieser Nacht küsse ich Mel das erste Mal. Nie wieder will ich bereuen das ich etwas nicht tat, nie wieder will ich zurückblicken und mir wird deutlich das ich einen Moment nicht voll gelebt habe. Ich bin voller Glück ich schäume über vor Energie, ich will die ganze Welt umarmem bis sie ganz zerknittert ist. In diesem Monat habe ich mehr erlebt als im Jahr davor, ich habe mehr über mich erfahren als in den 10 Jahren davor. Ich erhebe mich aus der Asche meines alten Lebens und begrüsse mich und alle die da sind zur Rückrunde.

Ich bin das erste Mal seit langer Zeit wirklich glücklich und geniesse jeden Augenblick dieser Zeit mit ganzem Herzen.


Dezember
Ich denke darüber nach Vampire zu verlassen. Ich mache das schon ewig und habe schon oft mit dem Gedanken gespielt und ein teil von mir ist auch schon von dort gegangen. Immer öfter fühle ich mich alleine unter den Menschen die dort mitspielen, besonders und in erster Linie wenn wir nachdem Spiel zusammen stehen. Ich glaube ich gehe dort nur noch hin um einige von den Leuten nicht aus den Augen zu verlieren. Ich muss lernen den Kontakt zu den mir lieb gewordenen Personen anders zu halten.


Nun sind die Feiertage nah und schon bald haben wir wieder ein Jahr in die Knie gezwungen.

Ich wünsche euch allen ein frohes Weihnachstfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.


Das neue Jahr wird grossartig, ich kann es kaum erwarten.